Das Finale der Yoga-Crossfit-Challenge und ein überraschendes Resümee

Nachdem wir Teil 1 der Yoga-Crossfit-Challenge überstanden hatten, brauchten Daniel und ich eine kleine schöpferische Auszeit bis wir uns dem nächsten Teil gemeinsam widmen konnten. Aber wir haben es dann doch am 27.11.2014 in eine Probestunde im PhysioFlowYoga-Studio an der Hackerbrücke in München geschafft.

Mir war mulmig, nachdem ich wusste, wie Daniel bisher zu Yoga stand – nämlich so wie die Frau zum Einkauf in Baumärkten (ich weiß ich sollte nicht verallgemeinern ;-) ). Seine Begeisterung hielt sich sowas von in Grenzen, dass ich schon Angst hatte er verschwindet mir bereits VOR der Stunde beim Italiener um die Ecke. Wir wollten uns ja dort erst NACH der Stunde ein leckeres Essen gönnen. Aber am Ende kam Daniel mit und hat alles durchgezogen. Und das nicht einmal in einer reinen Anfängerstunde. Also ohne eine Vorahnung, was der Herabschauende Hund oder ähnliches ist. Also Respekt dafür!

Die Impressionen in Bildern findet ihr am Ende des Interviews.

Ich habe ihm nach der Yogastunde ein paar Fragen gestellt, die er mir sehr ehrlich beantwortet hat, mit einem für mich sehr überraschenden Resümee. Aber lies selbst:

Daniel, was hast du vor der Stunde über Yoga gedacht?

Yoga ist was für Mädchen! Das war mein Eindruck den ich von der Sache hatte. Vielleicht auch, weil es im Moment einfach ein ziemlicher Hype ist und es mir einfach so vermittelt wurde. Also wirklich ernsthafte Sache konnte ich Yoga beim besten Willen nicht sehen.

Vor was hattest du am meisten Bedenken?

Wie das immer so ist bei neuen Dingen, hatte ich ziemlich vor ALLEM bedenken. Vor allem dachte ich mir aber, dass die Leute bestimmt ziemlich seltsam sind und ich da nicht dazu passe. Und ich dachte auch, dass das sehr spirituell angehaucht ist und schon in Richtung Religionsgemeinschaft geht. Und ein bisschen hatte ich auch Bedenken, dass ich mich schlichtweg zum Affen mache wenn ich da zwischen lauter Frauen rumturne ;-)

Wie hast du dich vor, während und nach der Stunde gefühlt?

Vor der Stunde: Siehe oben, da waren meine Bedenken und Vorurteile noch voll präsent! Gut, dass Du dabei warst, sonst wäre ich vermutlich aus dem Studio geflohen.

Während der Stunde: Verdammt! Yoga ist ernsthafter Sport! Das ist richtig anstrengend und herausfordernd! Das tut irgendwie gut und ich fühle Muskeln von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe! SEHR GEILE SACHE!

Nach der Stunde: Ok Daniel, wieder was gelernt! Manchmal sollte man seine Vorurteile einfach mal einer Prüfung unterziehen. Ich war echt richtig überrascht wie cool das war! Und ich dufte nach einem feinen Öl mit dem ich nach der Stunde massiert wurde ;-)

Was ist nach der Stunde deine Meinung über Yoga, hat sich etwas verändert?

Meine Meinung über Yoga hat sich um 180° gedreht und ich kann diesem Sport richtig etwas abgewinnen! Ich denke, wenn man das regelmäßig macht, dann bringt das echt was! Ich kann mir vorstellen, dass man dadurch wirklich eine gesunde Beziehung zu seinem Körper schaffen kann und ich bin mir sicher, dass dadurch viele Problemchen gelöst werden können. Also diese ganzen kleinen Zipperlein die sich so ab 30 einschleichen. Was leider immer noch gleich blieb, war die Tatsache, dass die Leute echt ein bisschen seltsam sind. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und rede einfach gern. Ich hatte aber so ein bisschen das Gefühl, als wollten die Yoga-Ladies lieber ihre Ruhe haben. Mir kam es so vor, als wäre es ein gewisser Tunnel in dem sie sind und aus dem sie auch nicht unbedingt raus wollen. Aber wer weiß, vielleicht wird das auch anders wenn man sich ein paar Mal gesehen hat.

Was ist der Unterschied – nach Crossfit und nach Yoga?

Yoga ist etwas sehr sinnvolles, Crossfit hingegen ist eigentlich Blödsinn! Krasse Meinung, aber wenn man beide Sportarten vergleicht, dann komme ich mittlerweile zu dem Schluss. Beim Crossfit geht es nicht darum Sachen richtig zu machen, sondern einfach möglichst viel davon zu machen. Man powert sich ungemein aus, geht ständig über seine Grenzen hinaus. Ob das auf Dauer wirklich gesund sein kann, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Beim Yoga hingegen geht es darum seinen Körper kennenzulernen und die Möglichkeiten auszuschöpfen die dieser Körper bietet. Man lernt vorhandene Ressourcen perfekt zu nutzen um den Alltag besser zu meistern und gesünder zu leben.

Nachdem ich beides gemacht habe, ist das mein persönliches Resümee.

Wie hast du dich am nächsten Tag gefühlt?

Ein Wort: Muskelkater! Aber ein sehr positiver Muskelkater, der auch nicht so ganz furchtbar schlimm war ;) Denn ich hatte Schmerzen in Muskeln von denen ich denke, dass ich sie einfach viel zu wenig benutze, obwohl ich das eigentlich mehr tun müsste. Das Gefühl war sehr positiv und ich hatte und habe das Gefühl, dass ich Yoga irgendwie regelmäßig machen sollte!

Das hatte ich beim Crossfit auch, aber nicht so sehr wie beim Yoga.

 

 

Daniel, mir hat unser kleines Experiment viel Spaß gemacht und ich komme schwer in Versuchung mir eine kleine weitere Challenge zu Überlegen :-)

Natürlich freue ich mich besonders, dass ich Daniel ein wenig die Bedenken von Yoga nehmen konnte. 90 Minuten sind natürlich nur ein reinschnuppern, aber wenn die Stunde Spaß macht, dann sind es ja die besten Voraussetzungen einmal tiefer einzusteigen.

Vielen Dank auch an Alexandra von PhysioFlowYoga, dass wir bei dir unsere Challenge durchführen durften!

Und wenn du Ideen für die nächste (umsetzbare!) Challenge hast, sehr gerne :-)

Author: Michi

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